![[PDF] Download Dramaturgie der Bewunderung: Untersuchungen zur politisch-klassizistischen Tragödie des 18. Jahrhunderts (Das Abendland. Forschungen zur Geschichte europáischen Geisteslebens / Neue Folge) Kostenlos](https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51-HPAsnjNL._SS500_.jpg)
Das 18. Jahrhundert gilt seit langem als "Sattelzeit" in der sich der Übergang vom barocken zum modernen Denken vollzieht. Der weltflächtige Pessimismus macht einem realitätsbezogenen Optimismus Platz; die stoizistische Angst vor der Leidenschaftlichkeit wird durch das Wissen verdrängt; daß alle Rationalität auf Sinnlichkeit beruht. Innerhalb der Diskussionen um das Drama manifestiert sich dieser Wandel als Kritik am heroischen Paradigma des Klassizismus: das bärgerliche Trauerspiel setzt das "Mitleid" als neues Wirkungsziel gegen das "Lehrsatz"-Prinzip durch; und das emotionalistische "Interesse" tritt an die Stelle der rationalistischen "Bewunderung".Gegen die herkömmliche Auffassung; daß dieser Prozeß prästabiliert sei; und das Theater der deutschen Aufklärung erst durch Lessing poetisches Niveau erlange; erheben Untersuchungen dieses Bandes Einspruch. Sie behandeln die Differenz zwischen dem dramatischen Rationalismus und Emotionalismus als eine offene Konkurrenz und rekonstruieren die Binnengeschichte des klassizistischen Tragödienmodells; das auch nach Lessings Verdikt lebendig geblieben ist.
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